Die Entführung der schönen Sita

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Sita

Die Figuren sind Masken mit Schultern, Armen und Händen. Der Restkörper ist frei beweglicher Stoff. Damit erhalten die an Fäden wie Marionetten geführten Figuren ein für Tanz schwebende und gleitende Bewegung. Ein neuer Weg der Wieslocher Puppenstube in Richtung Figurentheater.
Zwölf handgeschnitzte Masken, eine fantasievolle Kostümierung, eine neuartige Musik aus einer Mischung von indischen Skalen und Jazzelementen, vor allem Blues, eingespielt mit Sitar, Gitarre und Kontrabass, ein schön gesprochener Text und 2,5 Jahre Vorbereitung sind die Voraussetzungen für die Première und Uraufführung dieses Maskentanzes an Fäden. Gut gewählte Worte, gleitende Töne, schwebende Figuren, dramatische Handlung, ruhige Handlungen fern von der derzeitigen Hektik und märchenhafte Spannung.
Rama, ein indischer Prinz, und seine Frau Sita leben mit Ramas Bruder Lesmana in der Verbannung.  Die Schwester des Dämonenfürsten Ravana, Purshanaka, verliebt sich in Rama und wird von dem Bruder Lesmana verspottet und verstümmelt. Dadurch  wird  Ravana auf Rama und Sita aufmerksam und entführt Sita mit einer Verwandlungslist in sein Reich nach Sri Lankga. Doch die Entführung wurde von dem Geier Jatayu beobachtet, der bei dem Rettungsversuch von Ravana getötet wird. Er kann aber den Brüdern noch mitteilen, wohin der Dämon Sita entführt hat. Die Brüder machen sich auf, Sita zu finden und müssen manches Abenteuer bestehen. Erst mit Hilfe des Affengenerals Hanuman gelingt es ihnen nach Sri Lankga zu kommen, Ravana zu besiegen und Sita zu befreien. Ramas Zweifel an Sitas Treue führt zu einem überraschenden Ende.